Sachsenhuhn (gesperbert) Rote Liste Kategorie II

Küken Sachsenhühner gesperbert

Herkunft und Geschichte

Das Sachsenhuhn ist eine alte deutsche Hühnerrasse, die um 1900 im Erzgebirge in Sachsen erzüchtet wurde. Ziel der Züchter war es, ein robustes, wirtschaftliches Landhuhn zu schaffen, das sowohl eine gute Eierleistung als auch einen ansprechenden Fleischansatz bietet. Damit zählt das Sachsenhuhn zu den klassischen Zweinutzungsrassen.

Heute gehört die Rasse zu den seltenen und erhaltungswürdigen deutschen Hühnerrassen. Wer Sachsenhühner hält und züchtet, trägt aktiv zum Erhalt eines wertvollen Kulturguts bei.

Feine 0,1 mit typischem "Tütenschwanz!

Erscheinungsbild

Das Sachsenhuhn ist ein mittelgroßes, kräftig gebautes Huhn mit harmonischen Körperformen. Es wirkt lebhaft, aber nicht nervös, und besitzt eine elegante Landhuhnerscheinung. Der sanfte schwanzanstieg zeigt besonders bei den Hennen den typischen "Tütenschwanz". Auch das Sachsenhuhn zeigt die typische Sperberung im Wechsel von schwarz und lichtblau, leicht bogig.

 

Wesen und Verhalten

Sachsenhühner gelten als ausgesprochen freundlich, ruhig und zutraulich. Sie eignen sich hervorragend für Familien, Hobbyhalter und Züchter gleichermaßen.

Besonders geschätzt werden:

- Ihr ausgeglichenes Temperament

- die gute Anpassungsfähigkeit

- Die Robustheit gegenüber unterschiedlichen Witterungsbedingungen

Ihre gute Futtersuche bei Freilaufhaltung

Durch ihre lebhafte, aber friedliche Art integrieren sie sich meist problemlos in bestehende Hühnergruppen.

Fürsorglicher Hahnzeigt den Damen das Futter

Typische Merkmale

- waagerechte Körperhaltung

- kräftige, elegante, etwas langgestreckte Form

- kleiner Stehkamm mit regelmäßigen Zacken

- Weiße mandelförmige Ohrscheiben 

- fleischfarbene Läufe

- Augenfarbe orangerot

- Volles, dichtes, festanliegendes Gefieder

Gewicht:

- Hahn: ca. 2,5–3,0 kg

- Henne: ca. 2,0–2,5 kg

Hahn

Eigenschaften im Überblick

- Seltene deutsche Kulturrasse

- Gute Kombination aus Eier- und Fleischleistung

- Freundliches und ruhiges Wesen

- Robust und anpassungsfähig

- Für Anfänger und erfahrene Züchter geeignet

- Aktiver Beitrag zum Erhalt alter Nutztierrassen

- Gute Befruchtungs- und Aufzuchtergebnisse

- Robuste uns schnellwachsende Küken

auch ein großzügiger Auslauf ist wichtig

Legeleistung

Als Zweinutzungsrasse überzeugt das Sachsenhuhn mit einer soliden Legeleistung.

Legeeigenschaften:

- Etwa 180–220 Eier pro Jahr

- Eierschalenfarbe: hellgelb bis hellbraun

- Eiergewicht: ca. 55–60 g

Die Hennen beginnen meist früh mit dem Legen und bleiben über mehrere Jahre leistungsfähig.

Junghähne

Haltung

Das Sachsenhuhn ist unkompliziert und eignet sich sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Geflügelzüchter.

Ideal sind:

- Ein trockener, zugfreier Stall

- Ausreichend Auslauf oder Freilandhaltung

- Ausgewogene Fütterung

Dank ihrer Widerstandsfähigkeit kommen Sachsenhühner auch mit wechselnden Wetterbedingungen gut zurecht.

Das Sachsenhuhn vereint Wirtschaftlichkeit, Robustheit und Liebhabereiwert auf besondere Weise. Wer eine traditionsreiche, freundliche und leistungsfähige Hühnerrasse sucht, findet im Sachsenhuhn einen idealen Begleiter für Hof, Garten oder Zuchtanlage. Gleichzeitig leistet jeder Halter und Züchter einen wichtigen Beitrag zum Erhalt einer selten gewordenen deutschen Geflügelrasse für kommende Generationen.