Dominikaner Huhn (gesperbert) Rote Liste Kategorie I

Herkunft und Geschichte
Das Dominikanerhuhn ist die älteste amerikanische Rasse mit unbekannter Herkunft. In Deutschland wurde sie gegen Ende der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts eingeführt. Früher war der Dominikaner aufgrund seiner Zuverlässigkeit als Lege- und Wirtschaftshuhn weit verbreitet. Heute gehört er zu den seltenen und erhaltungswürdigen Geflügelrassen und wird vor allem von engagierten Züchtern und Liebhabern historischer Nutztierrassen gepflegt.
Mit seiner außergewöhnlichen Erscheinung und seiner kulturgeschichtlichen Bedeutung ist der Dominikaner ein wertvoller Bestandteil der europäischen Geflügelzucht.
Heute gibt es nur noch wenige Zuchten in Deutschland und wir suchen dringend neue, engagierte Züchter.

Erscheinungsbild
Das Dominikanerhuhn beeindruckt durch seine mittelgroße, kräftige Landhuhnform mit etwas asiatischem Einschlag. Besonders auffällig ist die feine schwarz-blaugraue Zeichnung - die Sperberung, die dem anliegendem Gefieder ein edles und zugleich markantes Aussehen verleiht.
Wesen und Verhalten
Dominikaner sind lebhafte, aufgeweckte und robuste Hühner. Sie gelten als sehr aktiv und nutzen den Auslauf intensiv. Gleichzeitig zeigen sie ein ruhiges und ausgeglichenes Sozialverhalten innerhalb der Herde.

Typische Merkmale
- Mittelgroßer, kräftiger Körperbau
- Schlanke, dennoch kräftige Erscheinung
- Rosenkamm
- kleine rote Ohrscheiben
- Feine schwarz-blaugraue Sperberzeichnung
- Gut entwickelte Brust und waagerechte Haltung
- gelbe Läufe
Das Gewicht beträgt etwa:
- Hahn: 2,0–2,5 kg
- Henne: 1,75–2,25 kg

Eigenschaften im Überblick
- Lebhaft und bewegungsfreudig
- Wachsam und aufmerksam
- Friedlich im Umgang mit Artgenossen
- Gute Futtersucher
- Robust und widerstandsfähig
- Durch ihre Vitalität eignen sie sich besonders für naturnahe Freilandhaltungen.

Legeleistung
Trotz ihres historischen Ursprungs überzeugen Dominikaner auch heute noch durch eine beachtliche Legeleistung. Die Hennen legen zuverlässig über einen langen Zeitraum und produzieren zahlreiche Eier von guter Qualität.
Eiermerkmale
Schalenfarbe: bräunlich
Gewicht: etwa 58–60 g
Jahresleistung: ca. 160–200 Eier
Der Bruttrieb ist meist nur schwach bis mäßig ausgeprägt, weshalb die Nachzucht häufig über Brutmaschinen oder brutfreudige Ammenrassen erfolgt.

Haltung
Dominikaner sind unkomplizierte und widerstandsfähige Hühner. Sie fühlen sich besonders wohl, wenn ihnen ausreichend Platz zur Bewegung und Futtersuche zur Verfügung steht.
Empfehlungen:
- Großzügiger Auslauf
- Strukturierte Freiflächen mit Schutzmöglichkeiten
- Wettergeschützter, trockener Stall
- Ausgewogene Fütterung für Gesundheit und Legeleistung
Dank ihrer Robustheit kommen sie auch mit wechselnden Witterungsbedingungen gut zurecht.
Für Züchter stellt der Dominikaner eine besonders reizvolle Rasse dar. Neben dem Erhalt einer seltenen Kulturrasse steht die sorgfältige Selektion auf die typische Zeichnung, Form, Vitalität und Legeleistung im Mittelpunkt.
Jeder Züchter leistet mit der Zucht dieser seltenen Rasse einen wichtigen Beitrag zum Erhalt eines wertvollen Kulturguts. Der Dominikaner vereint Geschichte, Schönheit und Wirtschaftlichkeit in einer außergewöhnlichen Hühnerrasse. Seine elegante Erscheinung, seine Robustheit und seine zuverlässige Legeleistung machen ihn zu einer interessanten Wahl für Hobbyhalter und ambitionierte Züchter gleichermaßen. Wer eine seltene, traditionsreiche und leistungsfähige Hühnerrasse sucht, findet im Dominikaner einen faszinierenden Vertreter europäischer Geflügelgeschichte.
Jubiläen 2026
140 Jahre Geflügelzüchterverein zu Ebersbach/Sa. 1886 e.V.
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140 Jahre RGZV Bernstadt u. Umgebung e.V.
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135 Jahre KTZV Oberoderwitz e.V.
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135 Jahre RGZV Ostritz e.V. |

